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„Der Ort ist nicht so wichtig wie die Menschen.“

Über das Thema Zuhause spreche ich diesmal mit Kommunikationsprofi Sabine Freundt, die viele von Euch sicher durch ihren Onlineshop freundts wohnaccessoires kennen. Im Kurzinterview erzählt sie von ihrem Zuhause-Gefühl und was Zuhause sein in Zeiten von Corona für sie bedeutet.

Über diese Kurzinterview-Serie:

In Zeiten von Corona und #stayhome ist das Zuhause für die meisten Menschen wichtiger denn je. Deshalb möchte ich wissen: Was bedeutet „Zuhause“ eigentlich und verändert sich das Zuhause-Gefühl durch die Corona-Pandemie? Auf der Suche nach Antworten befrage ich Freunde, Bekannte und Kollegen aus meinem Berufsumfeld.

1. Was bedeutet Zuhause für dich?

Zuhause, das sind für mich Menschen. Zuhause ist meine Familie: mein Mann und unsere beiden Kinder, und nicht das Haus, in dem wir wohnen. Der Ort – momentan ist es ein Reihenhaus im Nordosten von Hamburg – ist nicht so wichtig. Allerdings wohnen in unserer Gegend auch viele unserer Freunde. Das trägt natürlich dazu bei, dass ich mir hier gerade sehr wohl und damit auch zu Hause fühle.

2. Was macht dein Zuhause-Gefühl aus?

Vor zehn Jahren sind wir hinaus ins Grüne an den Stadtrand in ein Reihenhaus aus den 60er-Jahren gezogen. Wir haben nach und nach viel gemacht. In einem alten Haus gibt es ja immer irgendwas zu tun: Fußböden, eine neue Kellertreppe, Bäder modernisieren… So haben wir das Haus im Laufe der Zeit an unsere Vorstellungen und Bedürfnisse angepasst.

Irgendwann kam ein Freund zu uns, den wir länger nicht gesehen hatten. Und der uns zuletzt in unserer Mietwohnung in der Stadt besucht hatte. Als er in unser Haus kam, sagte er sofort: „Das hier seid total ihr!“. Das ist doch das schönste Kompliment, oder?

Ich finde, die Einrichtung sollte immer die Persönlichkeit der Bewohner widerspiegeln. Aber wenn es um das Thema Zuhause geht, spielen für mich die Erinnerungen an das, was wir hier zusammen erlebt und durchlebt haben, eine viel größere Rolle.

Hier, in unserem Zuhause, sind unsere Kinder inzwischen schon ziemlich groß geworden. Hochstühle sind erst ein- und dann wieder ausgezogen. Das Hochbett wurde abgebaut und gegen ein praktisches Stapelbett ausgetauscht, weil so oft Freunde bei uns übernachten. Aus dem Spielflur vor den Kinderzimmern sind Lego und Playmobil verschwunden – dafür liegen dort Sportmatten und Hanteln. Genauso wie wir, verändert sich auch unser Zuhause andauernd.

3. Zuhause sein und Zuhause arbeiten in Zeiten von Corona – was heißt das für dich? 

Schon vor der Pandemie war ich mir bewusst, dass ich mich sehr glücklich schätzen kann, ein so schönes Zuhause zu haben. Dankbarkeit ist also ein Gefühl, dass für mich eng mit dieser Zeit verbunden bleiben wird.

Homeoffice war keine neue Erfahrung für mich. Das mache ich schon seit Jahren. Dafür war es aber eine Herausforderung, und ist es auch jetzt, dass wir alle immer da sind. Dass ich neben der Arbeit auch immer wieder das Homeschooling im Blick behalten und während der Lockdowns und Kontaktbeschränkungen dafür sorgen muss, dass die Stimmung nicht kippt – das ist natürlich schon was anders…

Aber: Es hilft ja nichts, und bisher konnten wir diese Herausforderungen als Familie meistern.

Vielen Dank, liebe Sabine, dass du mit mir über dein Zuhause-Gefühl gesprochen hast.

Fotos: @freundts

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