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„Ein normaler Arbeitsalltag ist noch in weiter Ferne.“

„Die Pandemie hat den kompletten Alltag auf den Kopf gestellt“, sagt Simón, der im Vertrieb eines mittelständischen Energieunternehmens arbeitet. Wie sich sein Job durch Corona verändert hat, aber auch welche positiven Effekte er beobachten konnte, erzählt der sympathische Bochumer in diesem Kurzinterview.

Über diese Kurzinterview-Serie:

Noch nie haben so viele Menschen im Homeoffice gearbeitet wie in Zeiten von Corona. Was lange undenkbar schien, ist seit der Pandemie gelebter Alltag. Deshalb möchte ich wissen: Wie arbeitet es sich von zu Hause? Und wie verändert das coronabedingte Homeoffice den Joballtag? Auf der Suche nach Antworten befrage ich Freunde, Bekannte und Kollegen.

1. Was machst du beruflich und wo arbeitest du, wenn du nicht im Homeoffice bist?

Ich arbeite im Vertrieb eines mittelständischen Unternehmens in der Energiewirtschaft und sorge dafür, dass unsere Kolleginnen und Kollegen mit Projekten versorgt sind. Als Key Account Manager verantworte ich zudem die Zufriedenheit unserer Kunden. Normalerweise bin ich viel unterwegs. Den Papierkram erledige ich meist im Homeoffice, oder aber im Büro, das ich mir mit einem Kollegen teile.  

2. Hat sich dein Joballtag durch die Corona-Pandemie verändert?

Die Pandemie hat den kompletten Alltag auf den Kopf gestellt. Plötzlich gab es keine Termine mehr bei Kunden vor Ort, ich saß zu 100 Prozent im Homeoffice. Das war schon eine gewaltige Umstellung. Auch jetzt noch sind Termine beim Kunden eher selten möglich. Alles hat sich aufs Telefon und auf Videokonferenzen verlagert. 

Glücklicherweise funktionieren Videokonferenzen für uns sehr gut – sowohl extern mit Kunden, als auch intern für Teammeetings oder kurze Absprachen mit anderen Abteilungen. Auch das Arbeiten im Homeoffice hat sich innerhalb des Unternehmens bewährt.

Dadurch öffnen sich ganz neue Möglichkeiten für den zukünftigen Arbeitsalltag: In unserem Unternehmen wurde beispielsweise gerade beschlossen, dass Mitarbeiter auch künftig zwei- bis dreimal die Woche im Homeoffice arbeiten können. Und ich bin sicher, dass auch viele andere Arbeitgeber von nun an großzügiger mit Homeoffice-Regelungen umgehen werden.

Bei uns im Unternehmen sind seit März rund 85 Prozent der Mitarbeiter dauerhaft im Homeoffice. Ich gehe inzwischen hin und wieder ins Büro, um mich mit den Kollegen mal persönlich auszutauschen. Unter Einhaltung der bekannten Vorkehrungen ist das auch gut machbar. Ein normaler Arbeitsalltag ist aber noch in weiter Ferne.

3. Hat sich dein Zuhause-Gefühl durch die Pandemie verändert? 

Zuhause bedeutet für mich, einen Ort zu haben, an dem ich mich wohl fühle, an dem ich zur Ruhe komme und mich erhole. Die Coronakrise hat mir noch einmal bestätigt, wie wichtig es ist, es sich daheim so schön wie möglich zu machen. 

Da ich in den ersten Wochen und Monaten der Pandemie so gut wie nur Zuhause war, habe ich hier viele Ecken auf Vordermann gebracht: Ich habe Abstellkammern aufgeräumt und neu organisiert, meinen Kleiderschrank großzügig ausgemistet, Wände neu gestrichen… Die Wohnung war immer blitzeblank und die Fenster immerzu sauber. Ein Zustand, den ich jetzt schon ein bisschen vermisse.  😂

Außerdem habe ich einige Dinge umgesetzt, die schon länger auf meiner Wunschliste standen. Dazu gehörte es, einen vernünftigen Arbeitsbereich in meiner Wohnung zu integrieren. Dieser sollte nicht nur funktional sein, sondern möglichst auch wohnlich aussehen. Meine Entscheidung ist nach langer Suche letztlich auf meinen Kindheitstraum gefallen: USM Haller. 

Meine Arbeitsecke, natürlich hab ich sie in meiner Lieblingsfarbe gestaltet, hat mir seitdem grandiose Dienste geleistet. Wenn ich vor der Corona-Pandemie Homeoffice gemacht habe, saß ich am Esstisch oder mit dem Laptop auf dem Schoß auf der Couch. Das ist nun vorbei.

Vielen Dank, lieber Simón, dass du mit mir über deine Zeit im Homeoffice gesprochen hast!

Fotos:
Simón von @interiorhoch2

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