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„Wir haben uns schneller auf die neue Situation eingestellt als gedacht.“

Über das Thema #workfromhome spreche ich diesmal mit Marketingprofi Julia. Seit einer Woche darf sie wieder im Büro arbeiten – in Absprache mit ihren Kollegen. „Wir wechseln uns noch ab, damit nicht alle gleichzeitig da sind.“, sagt sie. Im Kurzinterview erzählt sie, wie sich ihr zehnwöchiges Corona-Homeoffice angefühlt hat und welche positiven Dinge sie aus dieser Zeit für sich herausgezogen hat. 

Über diese Kurzinterview-Serie:

Noch nie haben so viele Menschen im Homeoffice gearbeitet wie derzeit. Was noch vor wenigen Wochen undenkbar schien, ist aufgrund von Corona momentan gelebter Alltag. Deshalb möchte ich wissen: Wie arbeitet es sich von zu Hause? Und wie verändert Homeoffice den Joballtag? Auf der Suche nach Antworten befrage ich Freunde, Bekannte und Kollegen.

Julias Arbeitsplatz in ihrem Haus im Wald.

1. Was machst du beruflich und wo arbeitest du, wenn du nicht im Homeoffice bist?

Ich arbeite in Gütersloh als Marketing-Managerin für einen ostwestfälischen Hersteller von Schulmöbeln. Normalerweise bin ich vier Tage pro Woche im Büro. Es liegt auf dem Gelände einer ehemaligen Brennerei in einem sehr schön restaurierten Backsteingebäude. Uriges Fachwerk, klare Stahlelemente, Glas und Beton: Hier findet sich jedes Material wieder, was ich mag.

2. Wie hat sich dein Joballtag durch die Coronakrise verändert?

Anfangs haben wir im Team überlegt, wie wir uns auf die neue Arbeitssituation optimal vorbereiten und einstellen können. Wir haben im Büro überwiegend fest installierte Arbeitsplätze, aber wie die aktuelle Situation gezeigt hat, lässt sich das mit ein paar Vorkehrungen schnell umstellen. Schon Mitte März hatte ich meinen Arbeitsplatz zu Hause eingerichtet – in meinem Haus im Wald.

Die größten Herausforderungen während der zehn Wochen im Homeoffice erlebte ich in Bezug auf Abstimmungsprozesse und das Handling großer Datenmengen. Es zeigte sich auch immer wieder, dass wir Menschen Gewohnheitstiere sind und erstmal ein paar Tage brauchen, um neue Situationen anzunehmen und diese dann ggf. positiv einzuschätzen…

Obwohl ich gerne in unserem schönen Büro bin, konnte ich dem Homeoffice auch viele positive Seiten abgewinnen. Mein Tag war deutlich strukturierter: Ich habe Morgenroutinen für mich entdeckt und konnte nach der Arbeit sofort in den Feierabend starten. Der Heimweg, der durch dichten Verkehr und hektische Menschen oft stressig ist, fiel weg – dadurch gab es natürlich weniger Reibungspunkte.

Seit einer Woche fahre ich wieder ins Büro und bin abends 40 bis 50 Minuten mit dem Auto unterwegs. Diese Zeit konnte ich während der Homeoffice-Wochen für Sport, kreative Dinge oder zum Einkaufen nutzen. Das war ein super Gefühl!

3. Du hast zehn Wochen lang im Homeoffice gearbeitet. Hast du dein Zuhause dadurch anders wahrgenommen? 

Das Zuhause-Gefühl hat sich in dieser Zeit definitiv positiv verstärkt. Auch wenn wir unsere Zeit zu Hause sehr schätzen, sind wir immer sehr viel und sehr gerne unterwegs. In den vergangenen Wochen habe ich das Grün, die einsamen Waldwege und den Platz, den wir haben, jedoch noch mehr lieben und achten gelernt.

Und dieses Gefühl wird ganz bestimmt bleiben!

Vielen Dank, liebe Julia, dass du mit mir über deine Zeit im Homeoffice gesprochen hast.

Fotos: @julia_pkaemper

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