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„Zuhause ist ein Ort, der zu mir und meinen Bedürfnissen passt.“

In Zeiten von Corona ist das Zuhause für die meisten Menschen wichtiger denn je. Das weiß auch Carina, Gründerin und Inhaberin von Wohngoldstück – einem Onlineshop für ausgesucht schöne Interior-Produkte. Im Kurzinterview erzählt die 33-Jährige, wie die Coronakrise ihr Zuhause-Gefühl beeinflusst hat und wofür sie gerade jetzt besonders dankbar ist. 

1. Was verbindest du mit dem Wort Zuhause?

Gerade in Zeiten wie diesen finde ich es wichtig, dass wir unser Zuhause bewusst schätzen und genießen. Und daran denken, dass nicht immer alles selbstverständlich ist und nicht jeder ein behütendes und schönes Zuhause hat.

Deshalb ist es für mich auch sehr wichtig, dass ein Zuhause ein Ort ist, der zu den eigenen, individuellen Bedürfnissen passt. Es geht nicht darum, einfach nur Räume einzurichten, wie man sie aus Katalogen kennt. Vielmehr geht es um Fragen wie: Was brauche ich? Was passt zu mir und zu meinem Leben? 

Wer beispielsweise gerne liest, wird Freude an einer gemütlichen Leseecke haben. Wer regelmäßig viele Gäste hat, braucht einen großen Essbereich. Und jemand, der viel von zu Hause arbeitet, benötigt einen hellen und funktionalen Arbeitsplatz.

Wenn man sich mit seinen Bedürfnissen und den Anforderungen an das eigene Zuhause intensiv auseinandersetzt, entstehen oft spannende und bereichernde Lösungen.

Ihre beiden großen Leidenschaften – Interior und Hamburg – teilt Carina auf ihrem Wohngoldstück-Blog. Dort zeigt sie auch immer wieder praktische DIY´s und gibt Einblicke, wie sie die Produkte aus ihrem Onlineshop in ihrem Zuhause einsetzt und dekoriert. Inspiration pur!

2. Wie beschreibst du dein eigenes Zuhause-Gefühl?

Mein Zuhause ist schon immer ein sehr wichtiger Ort für mich. Hier kann ich mich nach einem stressigen Tag zurückziehen, einen entspannten Abend auf der Couch verbringen, ein gemütliches Frühstück am Wochenende genießen… Ich fühle mich in meinem Zuhause wohl – und genau dieses wohlige Zuhause-Gefühl hilft mir dabei, im Alltag ein gutes Gleichgewicht zu finden.

Zuhause ist für mich jedoch kein starres Konstrukt, sondern bedeutet auch immer Veränderung: So wie man sich selbst weiter entwickelt, muss sich auch das Zuhause immer wieder den aktuellen Lebensumständen anpassen. 

Als ich beispielsweise vor vier Jahren mit Wohngoldstück meinen Interiorblog und Onlineshop gründete, war mein Zuhause plötzlich auch mein Arbeitsplatz und Büro. Das brachte nochmal ganz neue Herausforderungen mit sich. Aber genau das finde ich super spannend, denn so bleibt alles im Fluss, so entwickelt sich das das Zuhause und Zuhause-Gefühl stetig weiter.


Ein gemütliches Zuhause hilft mir dabei,
im Alltag eine gute Balance zu finden.

3. Hat die Coronakrise daran irgendwas verändert?

Am Anfang der Coronazeit schon: Ich hatte nämlich gerade damit begonnen, einmal wöchentlich ein Coworking-Office zu besuchen. Ich liebe mein Homeoffice wirklich sehr, aber nach vier Jahren sehnte ich mich nach räumlicher Abwechslung und etwas Austausch. Ich wollte einfach wieder mehr „unter Leuten“ sein. 

Mit Corona fiel das Coworking-Office erstmal weg, seitdem arbeite ich wieder ausschließlich von zu Hause aus. Das ist nicht wirklich tragisch, aber gerade während der Kontaktbeschränkungen und Reiseverbote fehlte mir der Ausgleich mehr denn je.

Gefühlt war ich 24 Stunden zu Hause und habe meine vier Wände nur zum Einkaufen oder Spazieren verlassen. Allerdings war ich auch unglaublich dankbar, dass wir ein Haus und einen Garten haben. Bei dem schönen Wetter verbrachten wir viel Zeit auf der Terrasse und konnten hier und da etwas werkeln – das war eine tolle Ablenkung. 

Bald gehe ich wieder in den Coworkingspace – darüber bin ich sehr froh. In solchen Krisenzeiten lernt man nochmal ganz neu zu schätzen, was man hat. Das macht mich demütig und dankbar. Bestimmt geht es vielen anderen ebenso…

Vielen Dank Carina, dass du mit mir über dein Zuhause-Gefühl gesprochen hast!


Interior-Fotos: Wohngoldstück
Portrait-Fotos: White Space Creation | Ines Marquet

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